BERICHTE VOM PFERDE - CLICKER - TREFFEN


Clickerwochenende - erst mal der Freitag von Anke

  anke.behr@t-online.de

Freitag, 22. Oktober 2004

8.13 Uhr - Endlich ist alles gepackt und ich fahre vom Hof.
Oberhammergenervt von den Vorwochen und der Arbeit überlege ich etwas unsicher: Wie werden meine Mitfahrer wohl sein? Werden wir alle miteinander auskommen? Werde ich pünktlich sein? Werden wir die Fahrt unfallfrei überstehen? ... Gedanken über Gedanken.

Nach 2 Stunden bin ich PÜNKTLICH in Hamburg. Eine junge Frau mit Rucksack auf dem Rücken steht da. Die will bestimmt mit mir mit - und richtig, es ist Andra. Einen Augenblick später kommt auch der angekündigte grau-blaue Golf mit Ruth. Nach kurzem eingepacke geht die Fahrt weiter. Das Wetter ist traumhaft, wir verstehen uns auf Anhieb und nach wenigen Minuten hat das Clickerwochenende begonnen. Wir lernen uns und unsere Tiere näher kennen, genießen die leeren Straßen ("Haben wir was verpasst? Ist da vielleicht irgendwo angesagt worden, wir sollen wg. Erdbeben zu Hause bleiben?") und das wunderschön anzuschauende herbstliche Deutschland.

Kassel - auch hier klappt der Kontakt zu Sady super. Nach über einer Stunde "festgequatsche" hatte Ruth die glorreiche Idee: "Wir können uns doch auch im Auto unterhalten." Und weiter ging's. Ich als Fahrerin wusste nicht immer, ob ich der Straße oder dem Gespräch folgen sollte, na irgendwie habe ich wohl immer die richtige Entscheidung getroffen, denn gegen 21.00 Uhr kamen wir heil bei Chrissi an.

Bei Chrissi war alles super-durchorganisiert. Nach herzlicher Begrüßung und Einsortierung in unser Zimmer folgte dann ein leckeres Pizza-Essen. Wir konnten die ersten Kontakte zu anderen Clickerreitern schließen. Langsam aber sicher trudelten immer mehr Clickerreiter ein, Sadys schicke Namensschildchen erleichterten das Kennenlernen und so sachte fügte sich zu vielen Mailadressen ein Bild und ein Ton ein.

Irgendwann holte Chrissi uns in den Ernst der Veranstaltung zurück. Ein
Ablaufplan oder zumindest eine Zusammenstellung der Wochenend - inhalte sollte her. Ein Flip-Chart stand bereit und konnte mit Dingen wie High Speed Behavior, Clickerrate, und, und, und ... gefüllt werden. Da viele von uns mit dem Begriff Tai-Chi-Wall nicht allzu viel anfangen konnten, wurde der Vorschlag gemacht uns doch schon mal das Kurland-Video mit diesem Inhalt anzuschauen. Ein geschickter Schachzug. Nach einem anstrengendem Tag in Ruhe vor dem Fernseher zu sitzen und angestrengt dem nicht alltäglichen Englisch zu lauschen, sorgte für das erste Runterfahren der Anwesenden. Da Frau Kurland die Kraft der kleinen Schritte auch in diesem Video nutzte und beherrschte, konnten wir zwar sehr viel verstehen, aber die Müdigkeit übermannte uns auch immer stärker. Nur die Widerstandsfähigsten von uns haben das Video "überlebt" und sind nicht gleich ins Bett gefallen.

Die Betten waren jedoch so gut, dass ich gleich in tiefen Schlaf viel.
Hoffentlich hat Ruth mein Schnarchen nicht zu sehr gestört. Am nächsten Morgen war es schon hell als ich aufwachte und Ruth war schon fertig angezogen. Statt eines netten "Guten Morgen" kam leider nur ein panikhaftes "Wie spät ist es? " heraus. Es war noch vor 8 (ein Glück hatte ich den Tag noch nicht verschlafen) und ein spannender, erlebnisreicher Tag wartete auf uns.

Wie ich Samstag und Sonntag erlebt habe, folgt in den nächsten mails
von Anke